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Gehen die Lichter in Europa 2050 aus, oder kann die Energiewende gelingen, wenn europäische Staaten ihr Potential an erneuerbaren Energieträgern ergänzen? Diese Fragestellung wird derzeit von Schülern des Burghardt-Gymnasiums mit Partnern aus Portugal, England und Norwegen in einem Erasmus- Projekt bearbeitet. Alle teilnehmenden Schulen liegen in einem UNESCO-Geopark und setzen sich regelmäßig mit dem Themen zur nachhaltigen Entwicklung auseinander. Am Burghardt-Gymnasium wird das Projekt von der Geopark-AG getragen und von zahlreichen Fachlehrern für Geographie und Englisch unterstützt. Das erste internationale Treffen fand im Mai in Portugal statt, wozu sieben Schüler des BGB mit ihren Lehrern Christina Hohnerlein und Jochen Schwab für einige Tage an die Partnerschule nach Aveiro an die Westküste angereist waren.


Die Fragestellung des Projektes wurde am ersten Tag durch eine Betriebsbesichtigung in einer Firma, die Rotorblätter von Windkraftanlagen herstellt, geschickt motiviert. Die besuchte Firma befindet sich in deutscher Hand und fertigt aus Kostengründen in Portugal. Keiner der Gäste hätte im Vorfeld angenommen, dass die Rotorblätter im Inneren mit Balsaholz ausgelegt sind. Außerdem besuchte die Gruppe im Grenzgebiet zu Spanien den Nationalpark Peneda Gerês Park, wo in den 80er Jahren ein großes Speicherkraftwerk im Gebirge errichtet wurde. Dabei durfte die Gruppe durch Tunnelanlagen in den Berg zum Herz der Anlage, den Turbinen, einfahren und die gewaltige Dimension der Technik erleben. Auch die Nutzungskonflikte rund um die Errichtung und den Betrieb des Stausees wurden intensiv erörtert. In der Universität von Aveiro diskutierten die Schüler mit einem renommierten Wissenschaftler über die Frage, inwieweit städtebauliche Ideen die Energiewende begleiten müssen.
Neben der Arbeit am Themenkomplex zur Energiewende begleitete die Reisegruppe ein reichhaltiges Kulturprogramm. Die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Kanalstadt Aveiro durfte ebenso nicht fehlen wie ein Besuch in der Metropole Porto. Besonders beeindruckt war die deutsche Gruppe von der Fahrt in den Aruco-Geopark. Dort gelang es, ausgehend von der geologischen Besonderheit der „gebärenden Steine“, mit Hilfe von EU-Fördermitteln ein Eingangszentrum zu errichten und eine erfolgreiche touristische Attraktion zu schaffen. Die abgelegene Region konnte so durch die Förderung des nachhaltigen Geotourismus erfolgreich vor dem Aussterben bewahrt werden.
Der Austausch unter den Schüler und den Lehrern aus England, Norwegen, Portugal und Deutschland zur Leitfrage – aber auch zu anderen schulischen, politischen und gesellschaftlichen Themen – wurde in der Erasmus-Woche von allen Beteiligten als sehr gewinnbringend erkannt. Es wurde deutlich, dass das Erasmus-Projekt einen wichtigen Baustein zur Zusammenarbeit und zum Zusammenhalt in Europa leisten kann.

Zwischen den Treffen in den einzelnen Ländern arbeiten Schülergruppen an der vereinbarten Fragestellungen weiter. Das nächste Treffen findet im September in Buchen statt, bei dem Gruppen aus den UNESCO-Geoparks Aruco, englische Riviera und Gea Norvegica in Buchen zu Gast sein werden.

(Text und Bild: Sbh)

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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