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1. Preis geht an Elisa Grobowoj

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„Das Judentum im Umgang mit Randgruppen am Beispiel der Homosexuellen“ lautet der Titel der Arbeit, für die Elisa Grobowoj im Rahmen einer Feierstunde mit einem ersten Preis der Bücherei des Judentums geehrt wurde, der mit 200 Euro dotiert ist. Ausgangspunkt für die vorgelegte Arbeit war der Wettbewerb „Jüdischem Glauben und Leben auf der Spur“, und damit verbunden die Fragestellung, wie sich eine Randgruppe gegenüber anderen Randgruppen verhält. Mit diesem Thema hat sich Elisa Grobowoj über mehrere Wochen auseinandergesetzt, und die Bücherei des Judentums, mit einer Sammlung von über 9000 Titeln, war für diese Zeit ihr Arbeitsplatz.

Herrmann Schmerbeck, der Vorsitzende der Stiftung, welche die Bücherei verwaltet, stellte in seinem Grußwort den Wert eines solchen Ortes dar, der es einem ermögliche, sich mit der Frage zu befassen, was es bedeute, in einer religiösen Minderheit zu leben. Der Wettbewerb, für den man sich online anmelden kann, solle Jugendliche dazu ermutigen, sich zu diesem Rahmenthema mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen auseinanderzusetzen. Dies sei Elisa Grobowoj in besonderem Maße gelungen, so Rebekka Denz, Mitglied des Kuratoriums und der Bewertungskommission, welche die Laudatio auf die Schülerin hielt. Sie betonte besonders die bemerkenswerte Breite und Differenziertheit, in der Elisa Grobowoj das Thema aufgefächert habe, zumal die Literatur in diesem Kontext bislang wenige Veröffentlichungen bereithält, und Elisas Arbeit dahingehend eine Bereicherung darstelle.

Den Preis überreichte Landrat Dr. Achim Brötel, der Schirmherr des Wettbewerbs, der den anwesenden Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der jüdischen Geschichte in unserer Region vergegenwärtigte, und zugleich davor warnte, dass Unkenntnis über Jahrhunderte hinweg der Nährboden für Unverständnis war, und der Wettbewerb eine Gelegenheit sei, sich mit der jüdischen Kultur zu befassen. Dr. Brötel dankte auch der Bewertungskommission, die sich aus Rebekka Denz, Reinhart Lochmann und Herrmann Schmerbeck zusammensetzte, sowie Heike Göhrig-Müller, die in ihrem Religionsunterricht die entscheidenden Impulse gesetzt habe.

Abschließend sprach der Schulleiter Jochen Schwab allen Rednerinnen und Rednern seinen Dank aus und unterstrich die Bedeutung einer toleranten und offenen Gesellschaft.

 

Das Bild zeigt die Preisträgerin Elisa Grobowoj, Landrat Dr. Achim Brötel, Mitglieder des Kuratoriums der Bücherei des Judentums sowie Schulleiter Jochen Schwab und Heike Göhrig Müller für das BGB.

(Text und Bild: Matt)

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