| Umweltbildung und Umwelterziehung am Burghardt-Gymnasium Buchen |
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Ökologisch denken und handeln
Lernen mit „Kopf, Herz und Tat“ – dies ist eine der vielfältigen Zielsetzungen des Schulprofils am Burghardt-Gymnasium. Seit einigen Jahren werden im Schulkonzept neue Ideen entwickelt und umgesetzt. So soll beispielsweise zwischen den theoretischen Ansätzen des Unterrichts und den praktischen Aspekten der Umwelterziehung vermittelt werden. Beides wird häufig miteinander in Verbindung gebracht, jedoch existieren oftmals keine konkreten Berührungspunkte. Zudem gibt es an Baden-Württembergs Schulen kein Lehrfach Umwelterziehung oder Ökologie. Es ist vielmehr eine Querschnitts-aufgabe, die in fast allen Lehrplänen des Gymnasiums verankert ist. Umwelt-erziehung ist somit eine permanente Herausforderung, die leider häufig zu abstrakt, ohne den praktischen Bezug zum Leben an einer Schule, gesehen wird. Um diesem Problem entgegenzuwirken wurde im Jahr 2002 am Burghardt-Gymnasium das ökologische Handlungsfeld ins Leben gerufen. Ziel ist eine Schule, in der Umweltschutz praktiziertes Handeln ist. Schon vor einigen Jahren begann man sich dieser großen Gesamtaufgabe in vielen kleinen Schritten zu stellen. Zahlreiche Projekte und Aktionen – wie z.B. die Teilnahme an „fifty-fifty“-Projekten, das gemeinsame „Energieprojekt“ mit der französischen Partnerschule in Palaiseau, die Durchführung von Umweltparameter-messungen, die Veranstaltung von Energierallyes oder die jährliche Mithilfe bei Sammlungstätigkeiten für die Deutsche Umwelthilfe – wurden und werden erfolgreich durchgeführt. Das jüngste Projekt basiert auf einer langfristigen Lernpartnerschaft mit der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises. Im Rahmen der Initiative KURS 21 werden jedes Jahr die regenerativen Energien – insbesondere das Thema Biogas – zusammen mit der Biogaspark GmbH praxis- und projektorientiert erarbeitet. Ein ebenso fester Bestandteil des Schulcurriculums ist die Umweltwoche. Diese findet schon seit einigen Jahren am Landesschulzentrum für Umwelterziehung in Adelsheim statt. Während dieser Woche erarbeiten sich die Schüler der Klassenstufe 6 fächerübergreifend vielfältige ökologische Zusammenhänge und werden dadurch zu einem verantwortungsbewussten Umweltverhalten motiviert. Im Rahmen der Weltdekade der Vereinten Nationen zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ wurden im Schuljahr 2004/2005 erstmals zwei Schüler des Burghardt-Gymnasiums zu „Schülermentoren für den Natur- und Umweltschutz“ ausgebildet. Die Aufgabe der Mentoren ist die selbstständige Umsetzung von ökologischen Projekten an der Schule. Noch vor ihrem Abitur bilden sie ihre Nach-Folger aus. Diese kommen meist aus den Reihen der Umwelt-AG. Die Umwelterziehung am Burghardt-Gymnasium wird stets gängiges Unterrichts-Prinzip sein, damit auch weiterhin mit „Kopf, Herz und Tat“ umweltbewusst gearbeitet und gehandelt wird. Sven J. Baur
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