| Beim Segeln sitzen alle im gleichen Boot |
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Ein Höhepunkt der Freundschaft zwischen Alois-Wißmann- und BGB-Schülern, die im Rahmen des Trainingswohnens entstand (gemeinsame Freizeitgestaltung seit mehreren Jahren), sollte ein einwöchiger Segeltörn ans holländische Ijssel- und Markermeer werden. Am 8. Mai 2011 begann die Reise für zwölf Alois-Wißmann-Schüler der Berufsschulstufe, ihre drei Lehrer Rita Wolbert, Susanne Räbiger und Andreas Zeller und uns fünf BGB-Teilnehmer am Wohntraining - Luisa Henn, Leslie Ziegler, Julia Schöllig, Hanna Häfner und ehemalige BGBlerin Jessica Peters. Wir erwarteten das etwas andere Landschulheim sehr gespannt und voller Vorfreude, denn Segeln bedeutete für fast jeden von uns eine völlig neue Erfahrung und Herausforderung. Lustige Überraschungen ließen nicht lange auf sich warten: Zum Glück können Schlafsäcke schwimmen, ist es trotz schaukelndem Schiff für manche möglich unter Deck für eine zwanzigköpfige hungrige Meute lecker zu kochen und lässt es sich auch im Schrank duschen. Im Heimathafen Hoorn angekommen, konnten wir gleich die vier Quadratmeter großen Kajüten für jeweils vier Personen (!) in Beschlag nehmen. So enger Raum führt leicht zu Zoff, sollte man meinen – bemerkenswerterweise geschah bei uns eher das Gegenteil: Wir wuchsen schon bald zu einer tollen Gemeinschaft zusammen, konnten einander viel näher kennen lernen und erfahren, welche tolle Persönlichkeit in jedem Einzelnen steckt. Neu und interessant war für uns alle auch die Schiffsarbeit: Wir lernten von Skipperin und Maat, wie man Knoten legt, Segel hisst und sich bei grenzwertiger Windstärke 7 auf Deck verhält. Außerdem waren Kochen, Putzen und Logbuchschreiben gerecht auf Kleingruppen verteilt und bei all dem blieb trotzdem Zeit, in der Sonne zu liegen, zu spielen, zu singen und sogar ein Lied zu dichten. Mit voller Kraft voraus wurde jeden Nachmittag ein neuer Hafen sicher angesteuert, worunter sich auch die Käsestadt Edam befand. Die weite See und das Gefühl, sicher getragen zu werden, schafften eine besonders entspannte Atmosphäre, in der wir anfängliche Distanz und Vorsicht sehr schnell überwanden. Am Ende der Woche fiel der Abschied von unserem „segelnden Klassenzimmer“ sehr schwer. Wir alle waren uns einig, dass diese Woche auf unserem hundertzwanzigjährigen Schiff „Liberté“ noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird. Wir wollen der Volksbank Franken und dem Verein der Freunde sowie allen anderen Sponsoren für ihre großzügigen Spenden ganz herzlich danken, die uns diese Erlebnisse ermöglichten! Hanna Häfner und Luisa Henn, Klasse 13: |
