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Weitere Zusammenarbeit besiegelt – anschaulicher Geschichtsunterricht – Sonderausstellung „Buchen im Mittelalter“ geplant

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Buchen „Zukunft braucht Herkunft“ – dieses Zitat bringt den Erfolg der langjährigen guten Zusammenarbeit der Museums-AG des Burghardt-Gymnasiums Buchen mit dem Verein Bezirksmuseum Buchen e.V. auf den Punkt. Das gute Miteinander im Sinne eines lebendigen Geschichtsunterrichts wurde in dieser Woche durch die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages im Beisein von Bürgermeister Roland Burger, Schulleiter Oberstudiendirektor Jochen Schwab, dem Vorsitzenden des Vereins Bezirksmuseum Dr. Wolfgang Hauck und den Lehrkräften Stefan Sengenberger und Christian Speidel mit den aktuellen Schülern der Geschichts-AG weiter gefestigt.


„Indem die Schüler im Geschichtsunterricht die historischen Wurzeln der Gegenwart aufspüren und dabei untersuchen, wie ihre Lebenswelt entstanden ist, lernen sie, sich in der Gegenwart zu orientieren und Wertmaßstäbe für ihr künftiges Handeln zu entwickeln“, betonte OStD Jochen Schwab vor der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Schüler erleben im Geschichtsunterricht anschaulich den Zusammenhang zwischen gestern, heute und morgen. Geschichte helfe ihnen auf dieses Weise, die Welt der Gegenwart besser zu verstehen und Orientierung für die Gestaltung ihrer Zukunft zu gewinnen. „Zukunft braucht Herkunft“, mit diesem Zitat des Philosophen Odo Marquard zeige sich die Spannweite auf, die durch den Bildungsauftrag gegeben sei. Die Ereignisse der vergangenen Kriege zu analysieren sei das eine, die Konsequenzen daraus abzuleiten und eine friedliebende Gesellschaft zu gestalten das andere. Dieser große Anspruch, so Schulleiter Jochen Schwab, lasse sich gemeinsam mit einem starken Partner besser meistern. Er lobt das gute Miteinander von Burghardt-Gymnasium Buchen und Verein Bezirksmuseum. Der jahrelangen Zusammenarbeit mit der Museums-AG folge nun der nächste konsequente Schritt. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit werde nun mit der Vereinbarung in eine feste Form gegossen.
Für die Schüler des Burghardt-Gymnasiums, so waren sich die Anwesenden einige, ergeben sich hieraus viele Chancen und Vorteile: Beispielsweise die Gestaltung eines eigenen Ausstellungsraumes als langfristig angelegtes Projekt mit der AG und der Besuch der Ausstellungen passend zu den Inhalten des Bildungsplans in Geschichte aber auch in weiteren Fächern wie Musik oder Latein. Die Schüler können das Museum als Ort für Entdecker und zum Staunen kennenlernen. Es solle in den kommenden Jahren schrittweise festgelegt werden, welche Ausstellungen verlässlich in bestimmten Jahrgangsstufen besucht werden. Auch das Heranführen von Schülern als Spezialisten im Museum selbst zu führen, sei ein erfolgreiches Konzept. So sollen die Schüler befähigt werden, ihre Altersgenossen durch die zahlreichen Ausstellungen in der Gesamtkonzeption des Bezirksmuseums als „Museum auf der Grenze“ zu führen. Die Schüler der Museums-AG konzipieren eine Dauerausstellung „Buchen im Mittelalter“. Hierfür stellt das Museum einen Raum im Trunzerhaus zur Verfügung. Darüber hinaus seien Kontakte bei Recherche-Aufgaben sehr wichtig.
Schulleiter Jochen Schwab dankte den Verantwortlichen des Vereins und insbesondere dem Vorsitzenden. Sein Dank galt auch Stefan Sengenberger, der die Arbeitsgemeinschaft mit Herzblut und Sachverstand leite ebenso wie Christian Speidel dem Leiter der Fachschaft Geschichte am Gymnasium.
„Ich freue mich, dass es in unserer Stadt so spannenden, lebendigen und interessanten Geschichtsunterricht gibt“, stellte Bürgermeister Roland Burger abschließend anerkennend fest. Der Bürgermeister gab den Schülern Einblick in die Entstehung und lange Geschichte des Bezirksmuseums Buchen, eine echte Bürgerinitiative, wo seit über 100 Jahren Geschichte erlebbar gemacht wird.

(Text und Bild: Helga Schwab-Dörzenbach)

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