Chronik

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Mit dieser Chronik sind natürlich nicht alle Aktivitäten der BGB-Freunde aufgezeichnet. Das würde den Rahmen einer solchen Aufzeichnung auch sprengen. Beispielsweise wird das Jahrbuch mittlerweile von einer engagierten Jahrbuch-AG gestaltet. Es wird im DIN A 4-Format herausgebracht und ist zu einem umfangreichen Druckwerk geworden, das große Beachtung findet.

Mittlerweile gehören dem Verein rund 280 Mitglieder an. Die Chronik zeigt, wie sehr sich die BGB-Freunde am Burghardt-Gymnasium engagieren und wie tief sie mit der Schulfamilie verwurzelt sind. Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie wohl noch erfinden. Ihre Aufgaben haben sich kaum gewandelt. Denn diese wurden von den Gründungs-Mitgliedern sehr weitsichtig formuliert. Es sind höchstens noch weitere Aufgaben dazu gekommen. Das wichtigste Ziel wird weiter bleiben, unseren Kindern eine weitgehend unbeschwerte Schulzeit zu ermöglichen und das Gymnasium nach Kräften zu unterstützen.

"Sind Sie schon Mitglied? Dürfen wir mit Ihrem Beitritt rechnen?"
 
 
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EINLEITUNG

"Sind Sie schon Mitglied? Dürfen wir ab heute auch mit Ihrem Beitritt rechnen", fragte im Juli 1979 ein handgeschriebener Infozettel notorische Nichtmitglieder am Burghardt-Gymnasium. "Ungeheuerliches" war geschehen: Am Dienstag, 10. Juli 1979, wurde an der Schule mit dem eher unaussprechlichen Namen "Verein der Freunde des Burghardt-Gymnasiums Buchen e.V." ein Förderverein gegründet. Der etwas holprige Namen war jedoch schnell überwunden und kurz und knapp werden die "Vereinsmeier mit dem Scheckbuch" heute eher liebevoll als "BGB-Freunde" bezeichnet.

Über die Gründungsversammlung schreibt RNZ-Redakteur Gerhard Layer am 12. Juli unter der Überschrift "Ideelle Förderung der Schule vorrangig": "Nicht Personen, sondern Ehrenämter und die Eingliederung von deren Repräsentanten in die Vorstandschaft des "Vereins der Freunde des Burghardt-Gymnasiums Buchen e.V." standen im Mittelpunkt der Diskussionen der zwar gut vorbereiteten, aber besonders wegen dieser Debatten nur schleppend vorangegangenen Gründungsversammlung am Dienstagabend."

Den Inhalt der Debatten kennen wir nicht im Detail, aber wir nehmen an: Die Gründungsväter und -mütter kreißten und brachten unter den üblichen Geburtswehen ein Kind zur Welt. Und dessen Bestimmung erläuterte der damalige Schulleiter, Oberstudiendirektor Hansjörg Schmitt, der Zeitung mit folgenden Worten: "Schaffung besserer Kontakte unter allen am Schulleben Beteiligten, Bildung eines Forums zur Klärung anstehender Probleme, vorrangig ideelle, aber auch materielle Förderung der Schule."

Der Redakteur ergänzt seinen Bericht: "Weitere Aufgaben in der Satzung sprechen dabei von der Herausgabe von Informationsschriften, der Unterstützung des Schüleraustausches, der Bezuschussung von Studienfahrten, der Unterstützung bedürftiger Schüler bei Schul- und Skilandheimaufenthalten sowie der Bezuschussung für besondere Aufwendungen im wissenschaftlichen, sportlichen und musischen Bereich, für die der Schulträger zuständig ist.
Schmitts besonderer Dank galt bei der Gründungsversammlung für die Vorbereitungsarbeiten dem damaligen Elternbeiratsvorsitzenden Stefan Hoffmann, Studiendirektor Erhard Wüst und Rechtsanwalt Dr. Giebel, der auch die ausgearbeitete Satzung vortrug.

Diskussionen und Abstimmungen mit "nicht zu verkennender Kreisbewegung" gab es zur Zusammensetzung der Vorstandschaft. Angenommen wurde schließlich der Vorschlag, dass neben dem 1.Vorsitzenden, dem 2.Vorsitzenden, dem Schulleiter, dem Schriftführer und dem Schatzmeister, der Elternbeiratsvorsitzende und sein Stellvertreter, der Schülersprecher und sein Stellvertreter sowie der stellvertretende Schulleiter und der Personalratsvorsitzende dem Gremium angehören. Verzichten die Amtsträger auf dieses Vertretungsrecht, so wird von den entsprechenden Gremien wie Elternbeirat, Lehrerschaft und Schülermitverantwortung ein anderer Repräsentant gewählt.

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DIE ERSTE VORSTANDSCHAFT

An diesem Abend wurde auch die Vorstandschaft gewählt, nachdem sich sage und schreibe 41 Personen zur Mitgliedschaft bereit erklärt hatten. "Trotz gewisser Vorbehalte, aber bei nachhaltig dokumentierter Bereitschaft zur Mitarbeit im Vorstandsgremium" nahmen ihr Amt nach einstimmiger Wahl an:

1. Vorsitzender Adolf Trunk
2. Vorsitzender Hannelore Günther
Schulleiter Hansjörg Schmitt
Schriftführer Helmut Ehret
Schatzmeister Georg Winkler
Kassenprüfer Dr. Eckhard Giebel, Eberhard Franke
Elternbeiratsvors. Stefan Hoffmann
Personalratsvors. Werner Restle
Stv. Elternbeiratsvors. Waltraud Ecker
Stv. Schulleiter Erhard Wüst
Schülersprecher Jörg Fischer
Stv. Schülerspr. Peter Dietz

 

Doch auch nach den nun glücklich geendeten Wahlen war man der Debatten offenbar immer noch kein bisschen müde. "Trotz der routinierten Versammlungsleitung des Vorsitzenden Adolf Trunk kam es zur Festlegung der Beitragshöhe, wobei die Ermäßigung für Studenten erst nach einer Kampfabstimmung bestimmt wurde", schreibt der Chronist abschließend.

Und auf dem Infoblatt lesen wir nach, dass die Ziele des Vereins durch Mitgliedsbeiträge und Spenden erwirtschaftet werden sollen. Die Beiträge damals waren 12 DM Regelbeitrag und 8 DM für Studenten, nicht im Monat, sondern im Jahr.
Trotzdem dauert alles Neue so seine Zeit, bis es akzeptiert oder zumindest zur Kenntnis genommen wird. Obwohl am 20. Juli eigens ein Schulfest veranstaltet wurde, um über die Ziele des neuen Vereins zu informieren, war die Resonanz enttäuschend, wie Schulleiter Hansjörg Schmitt auf der turnusmäßigen Elternbeiratssitzung Oktober des gleichen Jahres äußerte. Lediglich 70 Mitglieder zählte bis dahin der Verein, im Vorfeld hatten über 300 ihr Interesse bekundet.

Tja, Zeiten ändern sich, das Verhalten der Menschen weniger. Denn wenn es zum Schwur kommt, bleiben nur die wenigsten standhaft. Aber das kennen Sie wohl schon. In der Folgezeit wurde fleißig gearbeitet, die Gemeinnützigkeit anerkannt, Veranstaltungen durchgeführt. Durch Werbemaßnahmen im Jahr 1980 stieg die Zahl der Mitglieder auf über 120. Die Vorstandschaft war trotzdem noch immer nicht zufrieden und rätselte: Lag es an den "hohen" Mitgliedsbeiträgen oder an der "Trägheit des einzelnen gegenüber der Gesellschaft"?

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UNVERDROSSEN ANS WERK
Unverdrossen ging man jedoch weiter ans Werk. Am 14. Mai fand der erste "Gesellschafts- und Unterhaltungsabend" des Vereins in der Frankenlandhalle statt. Die Zeitung schreibt: Eltern, Schüler und Lehrer vergnügten sich beim Unterhaltungsabend des BGB. Begeistert wurde getanzt, gespielt, musiziert und die großartigen Beiträge der Akteure mit viel Beifall bedacht.
Erste Bilanz zieht der Vorsitzende Adolf Trunk Ende Mai bei der Mitgliederversammlung. Man habe sich vom "kleinen Häufchen" auf immerhin 120 Mitglieder gemausert. In der Sitzung wird Paragraf 10 dahingehend geändert, dass 1. und 2. Vorsitzender alleine vertretungsberechtigt sind. Damit wird der Weg frei gemacht zum Eintrag ins Vereinsregister. Neue Mitglieder verspricht man sich von den neuen Sextanern, deren Eltern man auf Veranstaltungen zum Schulwechsel auch über die Ziele des Fördervereins informieren will.

Im Jahr 1981 erreicht man den Stand von 130 Mitgliedern und peilt die Herausgabe einer Informationsschrift für alle Mitglieder an. Drei Rubriken soll diese umfassen: Statistischer Teil, Leben des Vereins, Leben an der Schule. Die Finanzierung einer Astronomie-Ausstattung wird angedacht. Verwirklicht wurde die Herausgabe der Informationsschrift im Jahre 1982. Berichtet wurde unter anderem über das Leben an der Schule und über die Arbeit des Vereins, wie der Zeitungschronist im Jahre 1982 vermerkt. Die Mitgliederzahl stieg auf 145. Die Vorstandschaft wird bei der Jahreshauptversammlung im "Reichsadler" im Amt bestätigt. Die Jahresarbeit umfasste weiter die Förderung von Schulprojekten, wie Schüleraustausche und Studienfahrten, die Veranstaltung von geselligen Abenden und Informationsveranstaltungen für Sextaner, Herausgabe der Schrift im DIN A 5-Format.

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GEORG WINKLER FOLGT AUF ADOLF TRUNK
Am 12. November 1985 fand die zweite Generalversammlung im "Löwen" statt, die eine Zäsur an der Spitze des Vereins erbrachte. Auf den Vorsitzenden Adolf Trunk folgte einstimmig Georg A. Winkler, der bislang als Schatzmeister fungierte. Neuer Schatzmeister wurde Wolfgang Wörner. Mit der Dauer der reinen Generalversammlung hielt der Protokollant wohl auch einen Rekord fest: schnelle 47 Minuten!

Auch die neue Besetzung arbeitete bienenfleißig weiter, streng nach den Satzungszielen, Geld von denen sammeln, die es reichlich haben, um es dann wieder denen zu geben, die es dringend brauchen. So wurden Schüleraustausche mit je 500 DM bezuschusst. Aus dem etwas dünnen Jahrbuch wurde im Laufe der Zeit eine dicke Informationsschrift und es kamen sogar Bilder hinein. Ferner denkt man über eine Wochenendfahrt ins Elsass nach. Die Idee, eine Wanderung zum Forsthaus nach Hettingen zu veranstalten, scheiterte 1986 nicht an der guten Vorbereitung, wohl aber am geringen Interesse. Dem 1985 finanzierten Planetarium wollen die BGB-Freunde nun auch eine ordentliche Kuppel stiften. Auch zwei neue Tischtennisplatten für das Aufstellen im Freien sind im Gespräch. Die Mitgliederzahl wird im Mai 1986 auf 170 beziffert.

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WECHSEL IN DER SCHULLEITUNG
Das Jahr 1986 bringt einen Wechsel an der Schulspitze. Am 19. Dezember geht Oberstudiendirektor Hansjörg Schmitt in den Ruhestand. Er wird mit viel Dank und Anerkennung für seine Leistungen verabschiedet. Die BGB-Geschicke leitet von nun an der stellvertretende Schulleiter Erhard Wüst, der im April 1987 offiziell als neuer Schulleiter eingeführt wird. Bereits im Februar hatte er seine Ernennung zum Schulleiter erhalten.
Am 23. Mai 1987 werden die beiden Tischtennisplatten mit einem Jedermann-Turnier eingeweiht. Die BGB-Freunde stellten für die Platten über 3000 DM zur Verfügung. Am 20. November 1987 veranstalten sie einen großen Tanz- und Unterhaltungsabend mit "Pegasus" in der Frankenlandhalle. Die Resonanz ist sehr gut. Das schlägt auch auf die Stimmung und bei der nächsten Vorstandssitzung beschließt man die Anschaffung einer Planetariumskuppel für rund 10.000 Mark. Sie soll durch Beiträge und Firmen-Spenden finanziert werden. Im Sommer des gleichen Jahres wird auch die neu geschaffene Biotop-Anlage durch die BGB-Freunde erheblich bezuschusst. Am 4. Oktober 1988 hatten die BGB-Freunde fast 5.500 DM an Spenden für die Planetariumskuppel zusammengebracht.

In der Mitgliederversammlung am 23. November 1988 im "Reichsadler" wird Georg A. Winkler erneut als Vorsitzender gewählt. Im Amt bestätigt werden ebenfalls Wolfgang Döhling als 2. Vorsitzender, Schatzmeister Wolfgang Wörner und Schriftführer Hansjörg Schmitt. Die Mitgliederzahl wird im Protokoll über die Vorstandssitzung vom 8. März 1989 mit 194 angegeben. Nicht zuletzt hatten Schülerwettbewerbe zu zahlreichen Neumitgliedern geführt.

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PLANETARIUM KOMPLETT
Eine gebrauchte Planetariumskuppel wird dem Verein zum Vorzugspreis von 3.500 Mark angeboten. Sie wird am 7. Oktober 1989 offiziell übergeben. Zuvor hatte man sich in zwei Anträgen vergeblich um einen Zuschuss von Seiten des Schulträgers bemüht. Immerhin wurde der 2. Antrag vom Oktober 1989 schon am 21. Mai 1990 im Finanzausschuss "beraten". Die ausreichende Ausstattung der Schule sei Pflichtaufgabe des Schulträgers und dieser Aufgabe habe sich die Stadt "mit Engagement" gestellt. Dem Verein könne daher aus "separaten Mitteln" kein Zuschuss gewährt werden. Statt Geld wird ein "klärendes Gespräch" angeboten. Harte Zeiten, in denen die Finanzmittel doch noch heftig sprudelten.

Man ließ jedoch den Kopf nicht hängen und arbeitete unverdrossen weiter. Am 12. und 13. Oktober 1990 starteten die BGB-Freunde mit einem Bus nach Wittelsheim, wo man am Freitag vom Bürgermeister bei Guglhupf und Gewürztraminer im Rathaus herzlich empfangen wurde. Der Samstag galt dem Besuch der Partnerschule (Collège Charles Peguy) und einem Stadtrundgang in Colmar. Die Vorstandschaft zog das Resümee, dass die Fahrt ein großer Erfolg war und dass auf dieser Basis weiter gearbeitet werden sollte.

Bei der Hauptversammlung am 4. Februar1992 im "Prinz Carl" verwies Vorsitzender Winkler stolz auf die vielseitigen Aktivitäten und nunmehr 270 Mitglieder. Von 1988 bis 1991 unterstützte der Verein das Gymnasium mit fast 17.000 DM, davon 5000 DM für Schüleraustausche. Eine stolze Bilanz! Bei den Wahlen werden Vorsitzender Winkler, sein Stellvertreter Wolfgang Döhling und Schriftführer Hansjörg Schmitt wieder im Amt bestätigt, der langjährige Schatzmeister Wolfgang Wörner übergibt die Kassenschlüssel an Kriemhild Herre.

Im September, genauer gesagt vom 18. bis 20.9., unternahm man eine Exkursion zur Partnerschule Palaiseau bei Paris. Vorbereitet wurde die Fahrt in bewährter Weise von den Paris-Kennern Roland Grimm und Helmut Ehret.

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150 JAHRE GYMNASIUM GEFEIERT
Im Jahr 1995 feierte das Burghardt-Gymnasium sein 150-jähriges Bestehen. 1845 als "höhere Bürgerschule" gegründet, hat sich die Schule im Laufe ihrer nun schon langen Geschichte zu einer wichtigen Bildungseinrichtung im Buchener Einzugsbereich entwickelt. "Die Jubiläumsveranstaltungen bieten Anlass, die Vielfalt schulischer Aktivitäten und die Leistungen der Schüler auf zahlreichen Gebieten darzustellen", heißt es dazu in einem Einladungsschreiben. Eine umfangreiche Festschrift, von den BGB-Freunden subventioniert, beschrieb die Rolle und Funktion der Schule für diesen Raum.

In der Hauptversammlung am 14. Februar 1995 im "Reichsadler" verwies Vorsitzender Winkler darauf, dass die BGB-Freunde seit der Gründung für Anschaffungen und Zuschüsse rund 35.000 DM geleistet haben. Die Wahlen waren schnell abgehakt, weil sich die "alte" Vorstandschaft dankenswerterweise erneut bereit erklärte, den Wagen weiterzuziehen.
15 Jahre gehören dem Verein nun an:
Hansjörg Schmitt, Erhard Wüst, Helmut Ehret, Dr. Eckhard Giebel, Georg A. Winkler. Ihre Leistungen werden mit Worten gewürdigt und mit Weinpräsenten unterstrichen.
Auch ein Wechsel in der Schulleitung vollzieht sich: Auf Oberstudiendirektor Erhard Wüst folgt dessen bisheriger Stellvertreter Studiendirektor Roland Grimm. Neuer stellvertretender Schulleiter wird Studiendirektor Herbert Kilian.

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 23. April 1996 im "Prinz Carl" verabschiedet Vorsitzender Winkler drei verdiente Vorstandsmitglieder:
Hansjörg Schmitt, 17 Jahre Vorstandsmitglied als Schulleiter (1979-1987) und Schriftführer (1987 - 1996), Wolfgang Döhling (2. Vorsitzender seit 1985) und Dr. Eckhard Giebel (Mitverfasser der Satzung und Kassenprüfer seit 1979).
Die Wahlen erbrachten folgendes Ergebnis:

Vorsitzender Georg A. Winkler
2. Vorsitzender Karl-Heinz Schacht
Schatzmeister Kriemhild Herre
Schriftführer Erhard Wüst

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WECHSEL IM VORSTAND
Der 2. Februar 1999 bringt dann bei der Mitgliederversammlung eine weitere Zäsur: Nach 20 Jahren Vorstandsarbeit, von 1979 bis 1985 als Schatzmeister und dann bis 1999 als Vorsitzender, gab Georg A. Winkler sein Amt in jüngere Hände. Rund 250 Mitglieder zählte der Verein. Mittlerweile hatte auch die Informationsschrift den Wandel "vom Pappheft zum Druckwerk" vollzogen. Von 1996 bis 1999 wurde die Schule mit weiteren 10.000 Mark an Fördermitteln unterstützt. Winkler wurde für seine herausragenden Leistungen gedankt. "Sie haben manch schwere Entscheidung mitgetragen und sich große Verdienste erworben", betonte Schulleiter Oberstudiendirektor Roland Grimm.

Auch der neue Bürgermeister Dr. Achim Brötel dankte Winkler für seine segensreiche Arbeit und verkündete unter Beifall der Anwesenden die Rücknahme der Kürzung des Schuletats. Ebenfalls informierte er über die notwendige Schulsanierung für 4,6 Millionen Mark. Damit ging ein jahrelanger Wunsch von Schulleitung und Elternbeirat endlich in Erfüllung!
Gleichzeitig schieden auch der 2. Vorsitzende Karl-Heinz Schacht, Schatzmeisterin Kriemhild Herre und Schriftführer Erhard Wüst aus dem Amt.

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DAS NEUE TEAM
Die Neuwahlen brachten folgendes Vorstandsteam:
Vorsitzender Fritz Weidenfeld, der auch gleichzeitig Elternbeiratsvorsitzender war,
Angelika Liebrich (2. Vorsitzende),
Ingrid Evertz (Schriftführerin) und Charlotte Reule-Giles (Schatzmeisterin).
Bereits im März fand die erste Vorstandssitzung des neuen Teams statt. Ein lang gehegter Wunsch des Elternbeirats, Schließfächer für die Schüler anzuschaffen, wurde gleich mit Elan angepackt. 360 Schließfächer sollen finanziert, das Darlehen von den BGB-Freunden übernommen werden. Die Refinanzierung erfolgt über die Mieteinnahmen für die Schließfächer. Gleichzeitig gibt der Verein für das Vorhaben einen Zuschuss in Höhe von 7.000 DM. Die Firma Mietra erhält den Auftrag zur Lieferung, nachdem Studiendirektor Herbert Kilian weitere Vergleichsangebote eingeholt hatte.

 

DAS SCHULHOF-PROJEKT
Ein neues Projekt soll mit einem bunten Abend am 17. November 2000 in der Frankenlandhalle der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden: Die Umgestaltung des Schulhofes. Diese Umgestaltung soll von der Asphaltwüste zum schülergerechten Erlebnisbereich erfolgen, wird in der Vorstandssitzung im Juli 2000 erklärt.
Am 10. Oktober 2000 findet im Lehrerzimmer des Gymnasiums die 7. Mitgliederversammlung der BGB-Freunde statt. Neben der Schulhof-Umgestaltung, der Herausgabe des umfangreich gewordenen Jahrbuches nennt der Vorsitzende auch die Durchführung einer mehrtägigen Fahrt ins nördliche Burgund im Oktober 2001. Beschlossen wurde nach 20 Jahren des Stillhaltens eine Anhebung des Mitgliedsbeitrages auf 30 DM. Schüler und Studenten zahlen weiterhin 20 DM. Die Schulhof-Umgestaltung soll in mehreren Veranstaltungen angegangen werden, um damit Geld in die Kasse zu bekommen.

BENEFIZ-VERANSTALTUNGEN
Am Freitag, 17. November 2000, findet dann der bestens vorbereitete bunte Abend zugunsten der Schulhofsanierung statt. "Für den neuen BGB-Schulhof machen alle mit", titelte die Rhein-Neckar-Zeitung und schreibt: "Die Buchener Frankenlandhalle platzte am Freitag beim Bunten Abend des Fördervereins des Burghardt-Gymnasiums bald aus allen Nähten. Mehr Zuschauer als erwartet strömten zu dieser Benefizveranstaltung, deren Erlös der finanzielle Grundstock für die Umgestaltung des Schulhofes sein soll. Es zeigte sich, wie sehr der viel strapazierte Begriff von der Schulfamilie mit Leben gefüllt werden kann, denn Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung und Förderverein zogen für den guten Zweck gemeinsam an einem Strang. Geboten wurden ein mehrstündiges Programm mit Theater, Tanz, Musik und Akrobatik."
Auch das finanzielle Ergebnis konnte sich sehen lassen: Rund 4.000 Mark Reingewinn wurden verbucht! Es war ein gelungener Auftakt der Schulhof-Aktion. Mit der "Fifty-Fifty-Aktion" der SMV und dem Stand auf dem Goldenen Mai, der Jahrbücher als "Bausteine" für das Projekt verkaufte, standen damit bereits 20.000 DM für die Neugestaltung des Schulhofes zur Verfügung. Bei ihrer Vorstandssitzung am 18. Oktober 2001 beschließen die BGB-Freunde, die aus dem Ruder laufenden Kosten für das Jahrbuch drastisch einzuschränken. Textverarbeitung und Umbruch solle weitgehend in eigener Regie vorgenommen, die Auflage von 1000 auf 800 abgesenkt werden, denn der Preis des Buches solle 3 Euro nicht übersteigen!

Die Schönheit Burgunds erkundeten die BGB-Freunde bei ihrer dreitägigen Studienfahrt vom 26. bis 28. Oktober 2001. "Eine faszinierende Landschaft mit vielen kulturellen Zeugnissen der Vergangenheit war das Ziel der BGB-Freunde. Die Schönheit Burgunds beeindruckte die Teilnehmer der dreitägigen Studienfahrt, die von Helmut Ehret und Oberstudiendirektor Roland Grimm bestens organisiert worden war", schreibt die Rhein-Neckar-Zeitung.
In der Vorstandssitzung vom 22. November 2001 wurde beschlossen, der Jahrbuch-AG den Kauf zweier Computer zum Preis von insgesamt 4.700 DM zu gewähren. Der Schulleiter bedankt sich für diese großzügige Förderung der BGB-Freunde.
Ein besinnlicher Abend der BGB-Freunde und der gesamten Schulfamilie zugunsten des Schulhof-Projektes fand am 28. November 2001 statt, wiederum vor ausverkauftem Haus in der Frankenlandhalle.

Die 8. Mitgliederversammlung fand am 5. Juni 2002 im Lehrerzimmer des BGB statt. Vorsitzender Fritz Weidenfeld wurde wie das gesamte Vorstandsteam einstimmig im Amt bestätigt.

Das Jahr 2002 brachte einen Wechsel der Schulleitung. Oberstudiendirektor Roland Grimm wurde am 9. Juli in der Frankenlandhalle feierlich verabschiedet, als Nachfolger Studiendirektor Manfred Lauer ins Amt eingeführt. Vorsitzender Fritz Weidenfeld dankte in einem Grußwort Roland Grimm für seine tatkräftige Unterstützung und würdigte ihn als Vorbild. Er war sicher, dass in Manfred Lauer die vertrauensvolle, erfolgreiche Zusammenarbeit in den Elterngremien fortgesetzt wird. Diese Hoffnung hat sich zwischenzeitlich mehr als erfüllt.

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4000 GÄSTE BEIM AWN-FEST VERKÖSTIGT
Am 15. September 2002 übernahmen die BGB-Freunde zusammen mit Elternbeirat, Eltern und SMV die Bewirtung des Tages der offenen Tür der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises (AWN) auf dem Entsorgungszentrum Sansenhecken. Über 4.000 Gäste waren zu verköstigen. Die Logistik und die umfangreiche Organisation, die in Händen von Klaus Fröbel und Fritz Weidenfeld lag, stimmten! Viele Eltern und Schüler halfen fleißig mit. Eine Riesenleistung auch für die Schulhofkasse, in die der Erlös der gigantischen Aktion floss. Im Dankesbrief von AWN-Geschäftsführer Dr. M. Ginter steht: "Sie haben mit Ihrer Mitwirkung einen großen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung geleistet. Hierfür möchten wir uns herzlich bedanken". In die Kasse für das Schulhof-Projekt kamen rund 2.500 Euro.

Frohgelaunt unternahmen etwa 50 Teilnehmer dann eine viertägige Parisfahrt vom 3. bis 6. Oktober 2002. Sie war wiederum von den Frankreich-Spezialisten Roland Grimm und Helmut Ehret bestens vorbereitet worden. Mancher betrachtete die Metropole zum ersten Mal vom Eifelturm aus. Die gute Laune wird getrübt, als Helmut Ehret quasi unter den Augen mehrerer Teilnehmer von dreisten Pariser Taschendieben in der Metro beklaut wird. Mit der Partnerschule in Palaiseau, die man ausgiebig besichtigt, wird eine projektbezogene Zusammenarbeit vereinbart.

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SCHULPARTNERSCHAFT MIT BOCHNIA
Ein neues Kapitel in der internationalen Zusammenarbeit mit Auslandsschulen wird im Jahr 2003 aufgeschlagen. Eine Delegation der Schule, bestehend aus Oberstudiendirektor Manfred Lauer, Stephanie Lehrer , Gerald Kaiser, Paul Schweizer und Fritz Weidenfeld, besucht das Gymnasium in Bochnia nahe Krakau in Polen, um eine Schulpartnerschaft zu vereinbaren. Landrat Ludwig Wegrzyn empfing die fünfköpfige Gruppe aus Buchen und freute sich über die künftige Zusammenarbeit der Schulen. "Die Chemie stimmt", bilanzierte Schulleiter Manfred Lauer und lud eine Lehrer-Delegation im Jahr 2004 zu den Jubiläumsfeierlichkeiten "50 Jahre Burghardt-Gymnasium, 25 Jahre Verein der Freunde des Burghardt-Gymnasiums" nach Buchen ein. Zwischenzeitlich fanden auch mehrere Schüleraustausche mit Bochnia statt, die vom Förderverein unterstützt wurden.

Ein Konzert mit dem bekannten elsässischen Liedermacher Robert Frank Jacobi wird von den BGB-Freunden am 3. Juli 2003 im Kraus-Saal durchgeführt. Der abendliche Liederabend war nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern brachte auch lukullische Freuden bei französischen Weinen und Käsespezialitäten an hübsch dekorierten Tischen. Entsprechend war die Resonanz: Ausgebucht! Der Abend kam auf Vermittlung von Studiendirektor Helmut Ehret zustande. Bis weit nach Mitternacht wurde gearbeitet, bis der Schlüssel im Saal herumgedreht werden konnte. Ein Wiedersehen mit dem Liedermacher sollte nicht lange auf sich warten lassen.

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ALLE ZIEHEN AN EINEM STRANG
Ein großes Schulfest zugunsten der Schulhof-Aktion wurde dann am Samstag, 19. Juli 2003, veranstaltet. Das gesamte Schulhaus und der Schulhof waren mit einbezogen. Viele Aktionen erwarteten die zahlreichen Besucher und selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl, für das die Eltern, SMV und die BGB-Freunde zuständig zeichneten, bestens gesorgt. Die gesamte Schulfamilie zog wiederum an einem Strang, so dass der Erfolg - übrigens bei 32 Grad Celsius im Schatten - riesig war.

NEUE HERAUSFORDERUNGEN
Nicht vergessen werden sollen zahlreiche Projekte, die der Verein im Stillen unterstützte. Herausgehoben werden muss, dass sich die Schule mittlerweile im Wandel befindet. Die Reform der gymnasialen Oberstufe und der Wandel vom neun- zum achtjährigen Gymnasium (G8-Reform) befassen alle Gremien des Burghardt-Gymnasiums. Damit wird das BGB auch immer mehr eine Ganztagesschule. Zusammen mit dem Schulträger stellt sich die Schule bestens motiviert den neuen Herausforderungen. Für alle Beteiligten wird deutlich, dass neben all diesen Neuerungen die soziale Verantwortung innerhalb der Schülerschaft nicht zu kurz kommen darf. Unterstützt wird beispielsweise die Schülermentorenausbildung "Soziale Verantwortung lernen". Die Kooperation des Gymnasiums mit der Alois Wissmann-Schule, einer Schule für geistig Behinderte, wird ebenso vom Verein gefördert. In einer Lehrplaneinheit "Kinder hier und anderswo" soll die Scheu vor behinderten Menschen abgebaut und Verständnis für deren Situation geweckt werden. Ein wichtiges Projekt in einer Zeit, die von Egoismen und sozialer Kälte beherrscht wird. Ebenfalls wird das Compassion-Team (das soziale Kompetenz vermittelt) unterstützt.

Vom 2. bis 5. Oktober 2003 führt die Studienfahrt der BGB-Freunde im ausgebuchten Bus ins Elbsandsteingebirge und nach Dresden. Die Fahrt wurde von Oberstudiendirektor Manfred Lauer und Studiendirektor Helmut Ehret bestens organisiert.
Von den BGB-Freunden unterstützt wird eine Podiumsdiskussion, zu der die Schulleitung am 22. April 2004 in den Kraus-Saal eingeladen hat. Es geht um die bevorstehende flächendeckende Einführung des achtjährigen Gymnasiums. Unter der Diskussionsleitung von Fritz Weidenfeld versuchten an diesem Abend Schulleiter Manfred Lauer, Bürgermeister Dr. Achim Brötel, Unternehmer Christoph Schneider (OKW-Gehäusesysteme), Elternbeiratsvorsitzende Brigitte Miebach, Dr. Alperowitz vom Oberschulamt Karlsruhe und Schülersprecher Laurenz Apiarius Vorbehalte und Ängste gegenüber der Reform abzubauen und warben für Vertrauen. Selbstverständlich wurden auch die Nachteile kritisch hinterfragt. Schulleiter Manfred Lauer stellte den Eltern das BGB-Konzept vor und erläuterte die pädagogischen, methodischen und erzieherischen Chancen und Perspektiven von G8 und Ganztagsbetreuung.

DAS HERZ EINES GROßEN EUROPÄERS
Ein Wiedersehen mit dem elsässischen Liedermacher Robert Frank Jacobi brachte die Studienfahrt der BGB-Freunde vom 7. bis 9. Mai 2004 ins Nordelsass. Für die 44 Teilnehmer wurde dies zu einem herausragenden Erlebnis. Untergebracht war die Gruppe im idyllisch an einem Natursee gelegenen Hotel "Beau Rivage" inmitten der unberührten Landschaft des Nationalnaturparks der Nordvogesen. Robert Frank Jacobi zeigte sich als Reiseführer als profunder Kenner seiner Heimat.
Höhepunkt der Fahrt war zweifellos die Auszeichnung von Helmut Ehret mit dem deutsch-französischen Freundschaftspreis. Generalrat Jean Westphal würdigte damit gleichzeitig Ehrets Engagement bei der Durchführung von deutsch-französischen Schüleraustauschen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Helmut Ehret habe "das Herz eines großen Europäers", betonte Westphal. Anerkennungspreise für die Unterstützung dieser Bemühungen erhielten auch BGB-Schulleiter Manfred Lauer und der Vorsitzende des Vereins der Freunde, Fritz Weidenfeld. Lauer bedankte sich auch im Namen der BGB-Freunde und betonte, dass man den Schüleraustausch weiter intensiv fördern werde.

Ein trauriges Ereignis überschattet das Jubiläumsjahr: Der plötzliche Tod des ehemaligen Schulleiters und Vorstandsmitglieds Erhard Wüst am Ostersonntag 2004. Er hat sich große und bleibende Verdienste um die Schule und den Förderverein erworben. Die BGB-Freunde haben ihm bei der Beerdigung auf dem Buchener Friedhof am 16. April die letzte Ehre erwiesen.

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Fritz Weidenfeld
Buchen, 14. Juni 2004

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