Eine-Welt-AG

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Herr Akhi und Frau Neudeck berichten über die neusten Entwicklungen 

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Am Mittwoch, dem 16. Januar 2019 besuchten uns Herr Akhi, der Architekt unserer Partnerschule in Afghanistan, und Frau Neudeck von den Grünhelmen, um die Mitglieder der Eine-Welt AG sowie den Lionsclub über die aktuelle Situation der Buchen-Schule zu informieren und ihre neusten Projekte vor-zustellen.


Herr Akhi berichtete uns zuerst Allgemeines über die Situation in Afghanistan. Dabei ging er besonders auf die 27 Schulen dort vor Ort ein, unter denen sich auch die Buchen-Schule befindet. Herr Akhi er-zählte, dass die Regierung in Afghanistan keine richtige Politik mache, sodass die Situation sehr gefähr-lich sei. Die Arbeit in den Schulen würde trotzdem gut laufen. So konnte die Dorfgemeinschaft die Tali-ban überzeugen, die Mädchen weiter in die Schule gehen zu lassen, was zeigt, dass, wenn die Mädchen einmal in die Schule gehen, es selbst für die gefürchteten Taliban nicht mehr einfach ist, das wieder rückgängig zu machen!

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Mit Hilfe unserer Spendengelder konnten neben dem Bau der Schule auch Spielplätze, Sportplätze und Möbel finanziert werden. Strom ist nicht vorhanden. Sanitäre Einrichtungen bestehen nur in Form von Plumpsklos und Brunnen, fließendes Wasser ist auch nicht vorhanden.
Die 27 Schulen werden von mittlerweile über 10.000 Kinder und Jugendliche besucht und jährlich ab-solvieren zwischen 4.000 und 5.000 Jugendliche ihren Schulabschluss, sodass sie studieren können. Die Schulpflicht besteht nur bis zur 8. Klasse, jedoch besuchen mit Hilfe der Buchen- Schule mehr Mädchen die Schule. Die Klassen, so Herr Akhi, seien zu groß und umfassen ca. 40-50 Kinder, sodass auch die Räume zu klein seien und ausgebaut werden müssten.
Ebenso berichtete er uns etwas über das Schulsystem in Afghanistan. Die Unterrichtsfächer umfassen Mathe, Physik, Chemie, Religion, Englisch und Sport. Aufgrund des geringen Gehalts, das vom Staat gezahlt wird, herrscht vor Ort jedoch ein Lehrermangel. Die Lehrer unterrichten vormittags und haben nachmittags zusätzlich einen weiteren Job, um genug Geld für ihren Lebensunterhalt zu haben.

Aus der Sicht der Grünhelme, so berichtete Frau Neudeck, die Tochter von Rupert Neudeck, sei das Pro-jekt „Buchen-Schule“ zu 100% gelungen. Da die Grünhelme sich immer die unwegsamen Ecken auf der Welt aussuchen, sei der Kontakt mit den Schulen im Nachhinein oft schwierig, manchmal unmög-lich. Aus einigen Ländern müssten sie sich wieder zurückziehen, weil die politische Situation für die Mitarbeiter einfach zu gefährlich ist. Überall dort, wo Jungen und Mädchen der Zugang zu Bildung dauerhaft ermöglicht werden kann, gilt das Projekt als voller Erfolg.

 

 (Text: Leitungskreis der Eine-Welt-AG, Bilder: Herr Akhi)

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