Mädchenschule in Ghana

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Zur Zeit hält sich das Ehepaar Adjei in Ghana auf, um ihre Hilfsprojekte zu besuchen. Am Donnerstag, 16.11.2017 besuchte Fam. Adjei das Bopa-College und schickte nicht nur aktuelle Bilder, sondern schilderte auch wichtige Eindrücke, hier kurz zusammengefasst und ergänzt mit weiteren Informationen:

Zuerst sei der Schulleiterin des Bopa-Colleges -Dora Quainoo - das Wort erteilt: „You need patience, elephant skin and a lot of hope in Ghana.“

- Auf jeden Fall: Aufbruchstimmung ist zu spüren.

- Momentan leben 14 Mädchen im Bopa-College und werden unterrichtet und ausgebildet.

- Ganz neu ist: 3 Lehrer werden zur Zeit - leider nur vorläufig - von den Schulbehörden bezahlt; das kann sich jederzeit wieder ändern, denn die neue Regierung hat beschlossen (Sommer 2017), dass Lehrkräfte an staatlichen Schulen von den Behörden bezahlt werden. Insgesamt verbessert sich damit zwar die Bildungssituation in Ghana gewaltig, allerdings bedeutet das, dass Dora / das Bopa-College nicht mit dauerhafter staatlicher Unterstützung rechnen kann; eher ist damit zu rechnen, dass die 3 Lehrergehälter sehr bald wieder von Dora allein getragen werden müssen: Die Regierung hat am vergangenen Donnerstag ihr Budget veröffentlicht. Es ist nun klar, dass Privatschulen - auch wenn sie humanitären Charakter haben - zumindest vorerst nicht in die staatlichen Budgets eingeschlossen sind. Der berufsbildende Bereich liegt also weiterhin brach in Ghana und eine Schule wie das Bopa- College mit Schulbildung + berufl. Bildung - noch dazu für arme Mädchen - ist noch immer etwas Besonderes.

- Die Behörden denken über spätere Förderung nach, denn Dora lässt nicht locker und hält ständigen Kontakt mit den Behörden; diese loben, dass die Bopa-Absolventinnen immer sehr gute Abschlüsse (Zeugnisse) und Kenntnisse vorweisen.

- Dora fördert durch viele Aktionen den Bekanntheitsgrad des Colleges in Ghana. Letzte Woche hatte sie 250 Schüler*innen und Lehrer*innen zu Gast. Solche Aktionen nötigen die Behörden, ihre pol. Entscheidung und ihr Budget zu überdenken.

- 10 Duschvorrichtungen, die von der Firma Henk-Sanitärtechnik gespendet und in Mannheim in einen Seecontainer verladen wurden, sind im Bopa College eingetroffen. Verbunden mit der Zusage der Firma Geberit, 15 Toilettenanlagen und Installationsmaterial zu spenden, werden die Sanitärräume hoffentlich bald benutzbar. Dafür muss eine große Kläranlage gebaut werden.

- Wir hoffen auf eine weitere große Betonspende im neuen Jahr, um den Bau der großen Kläranlage in Angriff zu nehmen. Vorläufig sollten sinnvollerweise für 2-4 Toiletten im Schlaftrakt die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden.

- Der gespendete Brunnen liefert, gemeinsam mit während der Regenzeit aufgefangenem Wasser, das nötige Trinkwasser. Es muss - wie überall in Ghana - abgekocht oder mit Hilfe von Tabletten desinfiziert werden.

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