Theater und Musik

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Mit Freunden gemeinsam musizieren

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Am 29. Mai öffnete sich für das Frühlings-Konzert des Burghardt-Gymnasium der große schwarze Vorhang der Stadthalle Buchen zu einem weiteren bunten musikalischen Highlight im Schuljahr 2018/19. Die Big Band (Ines Stein), Vocal Group, BGBoygroup, Alp N’ Roses (Karolin Schork), Tanz-AG (Natascha Eizenhöfer), der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor (Karolin Schork und Jochen Schwab), das Sinfonie-Orchester (Wolf-Peter Langisch, Justus Röderer und David Rödel) sowie das Abiturientenorchester (Justus Röderer) – insgesamt mehr als 250 Akteure – versetzten die Besucherinnen und Besucher des Konzerts mit fetzigen Rhythmen, nachdenklichen Texten und feurigen Dance-Moves in helle Begeisterung.

Bevor das Musikspektakel, bei dem es auf der Bühne sogar goldenenen Glitzerglanz regnete, jedoch begann, dankte der stellvertredende Schulleiter Achim Wawatschek allen Verantwortlichen und Mitwirkenden für ihren Einsatz, insbesondere aber der Stadt Buchen, stellvertretend dem Beigeordneten der Stadt Benjamin Laber, für alle großen und kleinen Maßnahmen, die im Rahmen der begonnenen Bausituation bislang getroffen wurden. Ebenso sprach er den Stadträten, Elternbeiräten, Fördervereinen und der Musikschule bzw. den benachbarten Schulen seinen Dank aus, durch deren Unterstützung solch großartige Projekte wie das Frühlingskonzert am Laufen gehalten werden. Dass das BGB eine spürbare Unterstützung auch durch die ehemaligen Schulleiter Roland Grimm und Manfred Lauer erfahre, wurde durch die Anwesenheit der beiden nur mehr bestätigt.

So gebe es laut Konfuzius „drei Arten von Freuden, die förderlich sind: Sich an Musik und guten Umgangsformen erfreuen, über die Vorzüge anderer reden und sich darüber freuen, viele wertvolle Freunde haben und sich darüber freuen“. Diese Freuden spiegele der Konzertabend unmittelbar wider, so Achim Wawatschek am Schluss seiner Begrüßung.

Mit großer Spielfreude, gekonnten Improvisationen durch Patrick Ritter am Saxophon und der glasklaren Stimme Maren Hellers eröffnete die Big Band, die am Weihnachtskonzert ihr Debut feierte, den musikalischen Reigen mit „Watermelon Man“, aus der Feder Herby Hancocks, und dem Kult-Klassiker „September“ von Earth, Wind and Fire. Die Vocal Group, die wortwörtlich beim „Herztöne“-Konzert am 11. Mai, wie auch der große Chor, schon für einen erhöhten Pulsschlag beim Publikum sorgte, setzte dem hohen musikalischen Niveau, das alle Gruppen des Abends in sich vereinten, mit dem Stück „On My Way Home“ einmal mehr noch ein Krönchen auf. Was passiert, wenn Hip Hop auf Cheerleading, rhythmische Sportgymnastik und Contemporary trifft, zeigte die Tanz-AG. Die atemberaubende Solo-Choreographie von Nastasia Schlepel wurde in einen Dance-Battle überführt, wie man ihn sonst nur aus Hollywood-Filmen kennt. Mit „Heal the World“ und „Wunderfinder“ sendete der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor mit dem Gesangs-Solo von Pauline Fertig und dem Rap-Part von Rick Hemberger eine Botschaft aus, die nachhaltig beeindruckte: „Bist Du ein Wunderkind oder vor Wunder blind? Sag mir, ob Du verstehst, dass wir ein Wunder sind. Diese Welt wird für Wunder immer blinder. Wenn Du sie sehen kannst, bist Du ein Wunderfinder.“

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Thematisch schloss sich die zweite Konzerthälfte mit dem Titel „Welt voller Wunder“, der durch die BGBoygroup (a. k. a. Die Gregorianer) gekonnt intoniert wurde, nahtlos an die erste an. Ein musikalisches I-Tüpfelchen stellte die Band dar, die ihre Wurzeln im Alpen-Pop-Genre gefunden hatte, und die BGBoygroup mit schwungvoller Begleitmusik unterstützte. Aus einem Jodelkurs geboren fanden auch die Alp N’ Roses wieder ihren Weg auf die Bühne und präsentierten zusammen mit der BGBoyband „The Greatest Mashup“ – einen Strauß bunter Melodien, nachdem zuvor, unter Anleitung von Karolin Schork, noch die ganze Stadthalle dem Jodel-Virus erlegen war. Eine große Besonderheit in diesem Jahr stellte das Abiturienten-Orchester dar, das mit „No Roots“ einen Vorgeschmack auf das gab, was die Gäste des Abiballs zu erwarten haben. Gleich ein ganzes Orchester zu formieren – das gelang dem Abiturienten Justus Röder nicht nur, weil er es wollte, sondern auch, weil er es kann. So schrieb er dem Klangkörper das Stück maßgeschneidert auf den Leib, und wurde mit großem Applaus sowohl vom Publikum als auch von seinen Mitschülerinnen und Mitschülern belohnt. Das Sinfonie-Orchester des BGB, welches danach auf der Bühne Platz nahm, zeigte auch in diesem Jahr, welche Kraft und Ausdrucksstärke der Kombination von Blas- und Streichinstrumenten innewohnt, und entführte seine Zuhörer mit dem „Persischen Marsch“ von Johann Strauß Sohn zunächst in den Orient. Dass man auch die leisen Töne beherrschen muss, vor allem wenn ein Solist, in diesem Fall Florian Leitz am Waldhorn, vor das Orchester tritt, zeigten die Musikerinnen und Musiker bei dem kurzweiligen, mit jazzigen Elementen versehenen und teilweise an britische Brass-Bands erinnernden Solostück „Cornade, op. 14“, das Wolf-Peter Langisch bereits 1988 komponiert hatte und nun auch in Buchen neu aufleben ließ, zumal es über die Jahre ein fester Bestandteil der Literaturliste bei Jugend musiziert Wettbewerben geworden ist. Mit der „BGB-Hymne, op. 22“, der „20th Century Fox Fanfare“ und „Star Wars Epic – II“ zeigte das Sinfonieorchester, welche Bandbreite musikalischer Genres es abzudecken vermag. Vor dem großen Finale, bei dem sich das Orchester auf der Bühne mit dem Chor und allen Ensembles im Zuschauerraum zu einer großen Gemeinschaft vereinte, betonte Dr. Sebastian Emling, der mit viel Witz und Charme durch das Programm des Abends geführt hatte, dass es Lieder gibt, die einen durch schwierige Zeiten tragen können und die Mut machen. Ein solches Lied beschloss einen der voraussichtlich vielfältigsten Konzertabende in der Buchener Stadthalle im Jahr 2019. „You’ll Never Walk Alone“ gab der Schulleiter Jochen Schwab nicht nur den Abiturientinnen und Abiturienten, sondern der gesamten Schulgemeinschaft mit auf den Weg nach Hause und in die weite Welt.

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(Text und Bilder: Manuel Matt.)

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